Der Linguistikprofessor und die doppelte Verneinung

Ein Linguistikprofessor sagt während eines Vortrags: „In der deutschen Sprache ist eine doppelte Verneinung positiv, aber in manch anderer Sprache, wie Russisch, ist eine doppelte Verneinung weiterhin negativ. Doch in keiner Sprache auf der Welt kann eine doppelte Bejahung etwas Negatives ausdrücken.“ Aber dann ertönte eine Stimme aus dem hinteren Teil des Raumes: „Ja, genau.“

Erklärung

Worum der Witz geht

Die Pointe ist, dass „Ja, genau“ wörtlich eine doppelte Bejahung ist, im gesprochenen Deutsch aber auch sarkastisch oder genervt klingen kann. Dadurch bekommt die Äußerung eine negative Bedeutung und widerlegt die Behauptung des Professors unmittelbar. Der Witz lebt vom Gegensatz zwischen grammatischer Regel und tatsächlichem Sprachgebrauch.

Nötiges Vorwissen / Kontext

Man muss wissen, dass „Ja, genau“ im Deutschen je nach Tonfall nicht Zustimmung, sondern spöttischen Widerspruch oder Ablehnung ausdrücken kann. Außerdem bezieht sich der Witz auf das sprachwissenschaftliche Thema doppelte Verneinung bzw. doppelte Bejahung.

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